33.27

Musikalisches Inklusionscamp


"...am liebsten gemeinsam!"


gefördert durch die Leifheit-Stiftung Nassau


Gemeinsame Musikprojekte vereinen Menschen mit und ohne Behinderung, verbinden Generationen und bringen die Musik durch voraussetzungsfreie Konzepte an alle Menschen. An der Landesmusikakademie musizieren seit ca. vier Jahren mittlerweile 65 Menschen in Ihrer Vielfalt regelmäßig in zwei Inklusiven Ensembles.

Dank der großzügigen finanziellen Förderung durch die Leifheit Stiftung Nassau, die für die Jahre 2026 bis 2028 gewährt wurde, kann die Landesmusikakademie mit der Organisation und Durchführung eines „Musikalischen Inklusionscamps“ ein Projekt realisieren, das Teilhabe am musikalischen Handeln voraussetzungslos ermöglicht und überregional als Multiplikator dienen kann und 2027 zum zweiten Mal an den Start geht.

Die musikalische Leitung übernimmt Robert Wagner, Leiter der Musikschule Fürth, Vorsitzender des Bundesfachausschusses Inklusion im Verband deutscher Musikschulen und Verfasser der 2024 erschienenen „Handreichungen für Inklusionsbeauftragte an Musikschule" - gemeinsam mit seiner Kollegin Carolin Heuser. Mit Unterstützung der Inklusiven Band Vollgas aus Fürth kann auf die Erfahrungen der an der Landesmusikakademie entstandenen Inklusiven Musizierensembles aufgebaut werden, um das „Musikalische Inklusionscamp" über mehrere Tage mit ca. 100 Teilnehmenden zu realisieren.

Angeboten werden Workshops "für alle" zu den Bereichen Instrumentalspiel (inkl. Veehharfenspiel), Trommeln und Gesang, die die Teilnehmenden zu kontinuierlichem musikalischen Tun motivieren sollen.

Als Teilnehmende sind Menschen aus Schulen und Einrichtungen sowie interessierte Einzelpersonen für mehrere Tage zum Musikalischen Camp in die Landesmusikakademie eingeladen. Neben dem gemeinsamen Musizieren steht die intensive Begegnung ganz unterschiedlicher Menschen im Mittelpunkt, die zu gegenseitigem Verständnis und Respekt auch über das Camp hinaus führen soll. Es werden ausnahms- und voraussetzungslos alle Menschen einbezogen, Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senioren verschiedener Nationalitäten und Religionen, mit und ohne besonderen Förderbedarf und unabhängig von den eigenen finanziellen Mitteln. Jeder soll erfahren, dass er an seinem Platz, mit seinem Instrument / seiner Stimme, etwas zum Gelingen des Ganzen beiträgt.

Teil des Camps werden zwei Konzerte an besonderen Orten sein. Zu Beginn des Camps werden die Band „Vollgas connected“ sowie die Cool Trash Drummers der Realschule plus Asterstein in einem Konzert im Kurtheater Bad Ems zeigen, was möglich ist, wenn regelmäßiger Instrumentalunterricht jenseits der Unterscheidung von behindert oder nicht behindert gepflegt wird. Am Ende des Camps wird ein Konzert in der Gießhalle der Sayner Hütte stehen, bei dem die Teilnehmenden präsentieren, was während der Tage in den Workshops erarbeitet wurde.

Damit ein solches Inklusionscamp nachhaltige Wirkung zeigt, wird es über drei Jahre – beginnend 2026 – jährlich im Frühsommer stattfinden. – Die Anmeldung bezieht sich jedoch nur auf diese Phase.

Datei(en)

33.27 Hausordnung LMAK (PDF)33.27 Teilnahmebedingungen Musikalisches Inklusionscamp (PDF)

Kursleitung:

Prof. Robert Wagner
ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Würzburg im Masterstudiengang „Inklusive Musikpädagogik“. Seit 2000 leitet er den Berufsbegleitenden Lehrgang „Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung“ des Verbandes deutscher Musikschulen und ist seit 2012 Dozent im Berufsbegleitenden Lehrgang „Führung und Leitung einer Musikschule“ des VdM. Seine freiberufliche Dozententätigkeit umfasst die Schwerpunkte fähigkeitsgemischtes Musizieren, Gruppenunterricht sowie Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung. 
Robert Wagner konzipierte an der Musikschule Fürth das bundesweit einmalige Projekt „Berufung Musiker*in“, das Menschen mit Behinderungen ermöglicht, ihrer Berufung zu folgen, Musizieren zu lernen und aktiv am Konzertleben teilzunehmen sowie befähigt, gemeinsam mit professionellen Musiker*innen zu musizieren. Er initiierte in Fürth das Konzertformat inklusiver Soundfestivals, das bundesweit Nachahmung erfährt.  
Für seine besonderen Verdienste im Bereich der Inklusiven Musikpädagogik wurde Robert Wagner vielfach geehrt und ausgezeichnet.
Von 1986 bis 2026 war Robert Wagner Leiter der Musikschule Fürth e.V. Von 2011 bis 2026 hatte er zudem den Vorsitz des Bundesfachausschusses „Inklusion“ im VdM inne. 
Wagner forscht, lehrt und veröffentlicht zu den Themen „systemrelevante Bereiche gelingender Musikpädagogik“, „fähigkeitsgemischtes Musizieren“ und „der Beitrag öffentlicher Musikschulen zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft“. Wichtigste Veröffentlichungen: Max Einfach – Musik gemeinsam von Anfang an (Lehrwerk und -video, Spielhefte, ConBrio, 2016/2024) sowie Handreichung für Inklusionsbeauftragte an Musikschulen (VdM, 2024). 
Kontakt: MaxEinfach@t-online.de

Carolin Heuser

studierte Elementare Musikerziehung, Jazz-Saxophon sowie Jazz-Arragement und Komposition an der Hochschule für Musik Würzburg. Sie unterrichtet an der Musikschule Fürth, wo sie seit 2024 auch Beauftragte für Inklusives Musizieren und stellvertretende Schulleiterin ist. Ebenfalls seit 2024 ist Carolin Heuser Lehrbeauftragte für Inklusive Musikpädagogik an der HfM Würzburg im neu geschaffenen künstlerisch-pädagogischen Masterstudienprogramm. Seit 2025 ist sie in der Leitung des Berufsbegleitenden Lehrgangs Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung an Musikschulen des VdM an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e.V. in Remscheid tätig - gemeinsam mit Claudia Schmidt und Robert Wagner


Dr. Markus Detterbeck
arbeitet als Autor, Chorleiter, Dirigent, Komponist, Referent und Schulmusiker. Als international gefragter Referent und Gastdirigent ist er regelmäßig in vielen Ländern tätig (u.a. Belgien, Dänemark, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Türkei, Ungarn, Iran, Argentinien, Ecuador, Mexiko). Längere Studienaufenthalte in Südafrika, Argentinien, Ecuador und Mexiko. Lehraufträge für Musikpädagogik und Ensemble- bzw. Chorleitung an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten (Würzburg, Frankfurt, Weimar, Halle/Saale). Zahlreiche Kompositionen, Arrangements, Buchveröffentlichungen und Fachbeiträge in verschiedenen preisgekrönten Publikationen (deutscher Bildungs- und Medienpreis, Comenius-EduMedia-Siegel, VDS Medienpreis) dokumentieren seine Arbeit. Mit seinen Chören nahm er mehrfach erfolgreich an Chorwettbewerben teil (u.a. Deutscher Chorwettbewerb).


Alex Sauerländer
war Referent auf dem Bundesmusikschulkongress 2011 in Mainz und beim 3. und 4. Bundeskongress Musikunterricht 2016 und 2018 in Koblenz und Hannover. Er begeisterte die Teilnehmenden durch sein präsentes Auftreten und das sehr praxisorientierte Konzept, mit dem er die Schüler zu erstaunlichen Leistungen bewegen kann. Eine seiner AGs ist Schängelpreis- und Sprungbrettgewinner und machte sich durch einen Liveauftritt bei „SWR on Tour“ vor zusätzlich 450.000 Fernsehzuschauern auch bundesweit bekannt.

Teilnehmerzahl: ca. 100
Kursbeginn: Montag, 07.06.2027, 10:00
Kursende: Donnerstag, 10.06.2027, nach dem Frühstück
Abschlusskonzert:

Montag | 07.06.2027 | 19:00 | Inklusive Band VOLLGAS & Die Cool Trash Drummers | Kurtheater Bad Ems
Mittwoch | 09.06.2027 | 18:00 | Abschlusskonzert | Gießhalle der Sayner Hütte

Gebühren:

Die Teilnahme ist kostenfrei dank der großzügigen Förderung durch die Leifheit-Stiftung.
(An- und Abreise müssen eigenverantwortlich geregelt werden.)
Da die Plätze begrenzt sind, entscheidet die Landesmusikakademie gemeinsam mit den Dozenten über die endgültige Zulassung zur Teilnahme.
Falls Ihr Zimmerwunsch nicht realisiert werden kann, erhalten Sie diesbzgl. eine Rückmeldung. Wir versuchen dann, gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

Anmerkung:

Minderjährige sowie Menschen mit Beeinträchtigung, die eine Betreuung benötigen, können nur in Begleitung einer Betreuungsperson am Camp teilnehmen. Die Anmeldung läuft über die verantwortlichen Personen bzw. Einrichtungen. Alle vor Ort anwesenden Personen nehmen an den musikalischen Workshops teil. Falls vorhanden sollen eigene Instrumente mitgebracht werden.
Lehrkräfte, Erzieher und weitere Betreuungspersonen können die Onlineanmeldung unter ihrem Namen vornehmen und erst einmal nur die Namen der teilnehmenden zu betreuenden Personen angeben. Alle notwendigen Formalitäten bzgl. der rechtlichen Absicherung der Teilnahme werden im persönlichen Kontakt geregelt.

Hinweise zur Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass für diesen Kurs besondere Teilnahmebedingungen gelten. Die zusätzlichen Teilnahmebedingungen finden Sie als PDF oben aufgeführt. Mit der Bestätigung der allgemeinem Teilnahmebedingungen bestätigen Sie in diese Fall zusätzlich die ergänzenden Teilnahmebedingungen für das Inklusionscamp.


Dieser Kurs ist vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz unter Az. MA.2733 als dienstlichen Interessen dienend anerkannt.